Das Bun­deskartel­lamt hat die Fusion zwis­chen Karstadt Waren­haus und Gale­ria Kaufhof am 9. Novem­ber 2018 freigegeben.

Der Ver­hal­tensspiel­raum von Kaufhof und Karstadt werde in allen Waren­grup­pen und Regio­nen jew­eils durch ver­schiedene andere sta­tionär tätige Wet­tbe­wer­ber eingeschränkt. Die Mark­tan­teile der bei­den Unternehmen lägen nur in weni­gen rel­e­van­ten Waren­grup­pen und Regio­nen bei mehr als 25%.

Darüber hin­aus beste­he ein stark­er Wet­tbe­werb­s­druck aus dem Online-Han­del. Der Mark­tan­teil des Online-Han­dels am Gesam­tum­satz in den ver­schiede­nen Waren­grup­pen in Deutsch­land falle unter­schiedlich hoch aus, unter­liege aber in allen Bere­ichen sehr starken Wach­s­tum­srat­en, im Durch­schnitt 10% jährlich.

Auf den Beschaf­fungsmärk­ten, also im Ver­hält­nis der Waren­haus­be­treiber zu ihren Liefer­an­ten, hät­ten Karstadt und Kaufhof zusam­men ins­beson­dere bei den Waren­grup­pen “Wäsche”, “Heim­tex­tilien” und “Gepäck” eine starke Mark­t­stel­lung. Den­noch stün­den Her­stellern hin­re­ichende Absatzal­ter­na­tiv­en in Form von Fach­händlern, sta­tionär wie online, zur Ver­fü­gung.

Einige Her­steller hät­ten die Sorge geäußert, dass die Unternehmen kün­ftig über eine große Einkauf­s­macht ver­fü­gen wür­den und daher auch Kon­di­tio­nen­verbesserun­gen fordern kön­nten. Das Bun­deskartel­lamt werde dies im Sinne der Recht­sprechung des Bun­des­gericht­shofs zum sog. Anzapfver­bot beobacht­en.

Quelle: Pressemit­teilung des Bun­deskartel­lamtes v. 9. Novem­ber 2018