Inter­ne­tauftritt mit rei­hen­för­mig ange­ord­neten, ster­nenähn­lichen Sym­bol­en zwis­chen dem Namen des Hotels und dem Fam­i­li­en­na­men nicht zuläs­sig, wenn das Hotel nicht über eine aktuelle und gültige Hotelk­las­si­fizierung ver­fügt

OLG Celle, Urteil v. 6. August 2018, Az. 13 U 106/17

Der Hotel­be­treiber warb mit der fett gedruck­ten Zeile “G.-Hotel H. ӿӿӿ Fam­i­lie Sch.”. Über eine aktuelle und gültige Hotelk­las­si­fizierung des Deutschen Hotel und Gast­stät­ten­ver­ban­des (DEHOGA) ver­fügte der Hotel­be­treiber nicht.

Nach Auf­fas­sung des Ober­lan­des­gerichts Celle stellt die Ver­wen­dung der drei ster­nenähn­lichen Zeichen in der bean­stande­ten Art der Darstel­lung eine irreführende Wer­bung dar.

Zur Begrün­dung führte das Ober­lan­des­gericht Celle aus, die ange­sproch­enen Verkehrskreise — die durch­schnit­tlich informierten und ver­ständi­gen Ver­brauch­er — ver­stün­den die drei rei­hen­för­mig ange­ord­neten, ster­nenähn­lichen Sym­bole dahinge­hend, dass sich dahin­ter eine “offizielle” Klas­si­fizierung, d.h. Einord­nung des Hotels in eine bes­timmte Kom­fort- und Qual­ität­skat­e­gorie, ver­berge.

Dass es sich bei dem Hotel tat­säch­lich um ein Hotel dieser Kom­fortk­lasse han­dele und es die drei Sterne — wie später auch geschehen — auf entsprechen­den Antrag auch erhal­ten würde, ste­he der Irreführung nicht ent­ge­gen.