Die Durch­führung umfan­gre­ich­er Umbau­maß­nah­men im Gebäude, die mit ganz erhe­blichen Beein­träch­ti­gun­gen des Mieters durch Lärm, Erschüt­terun­gen, Staub und son­sti­gen Immis­sio­nen ver­bun­den sind, kön­nen das Recht des Mieters zum ver­trags­gemäßen Gebrauch der Miet­sache ver­let­zen und zugle­ich sein Recht zum Besitz an der Miet­sache durch ver­botene Eigen­macht stören.

Weitre­ichende Umbau­maß­nah­men, die allein auf ein­er beab­sichtigten Änderung des Nutzungszwecks seit­ens des Ver­mi­eters beruhen aber nicht ein­er Mod­ernisierung oder nach objek­tiv­en Kri­te­rien zu beurteilen­den Verbesserung des Gebäudes dienen, müsse ein Mieter auch nach den Grund­sätzen von Treu und Glauben nur dann hin­nehmen, wenn für den Ver­mi­eter anderen­falls die Wirtschaftlichkeit des Grundbe­sitzes gefährdet wäre. Seinen Unter­las­sungsanspruch könne der Mieter auch im Wege der einst­weili­gen Ver­fü­gung durch­set­zen.

So das Ober­lan­des­gericht Frank­furt a.M. in einem Urteil vom 12. März 2019, Az. 2 U 3/19.